Grundschule Windorf

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    Nömerberg 1 - 94575 Windorf
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Grundschule Otterskirchen

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    Jahnstraße 3 - 94575 Otterskirchen
    Tel.: 08546-407 - Fax: 08546-973379

Unsere Heimat

Schullandheimaufenthalt in den „Baumwipfeln“ – Natur erleben, kleine Abenteuer bestehen

Vom 20. – 22.07.09 verbrachte die Klasse 3b in Begleitung von Frau Schauer und Frau Wolf drei unvergessliche Tage bei Kopfing im Sauwald.
Am Baumkronenweg angekommen, wurden wir von dem erfahrenen Bergführer, Wald- und Erlebnispädagogen Rudi begrüßt. Gemeinsam erklommen wir den 22 m (gefühlte 50 m) hohen Pfad, wobei Rudi uns an zahlreichen Stationen interessante Zusammenhänge zwischen Tier- und Pflanzenwelt erläuterte. Besonders mutige Schüler stiegen den 40 m hohen Aussichtsturm empor und genossen den phantastischen Ausblick ins benachbarte Bayern, Innviertel und Salzkammergut. Für die Errichtung des 1000 m langen Steges und der Aussichtsplattformen verbrauchte man mehr als 25 Kilometer Rundhölzer, insgesamt wurden mehr als 700 Festmeter Holz verbaut. Zehn Tonnen Schrauben und Muttern halten die Konstruktion zusammen.

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Nach einer einstündigen Wanderung erreichten wir schließlich unsere Baumhäuser, von denen eine 50 m lange Riesenrutsche zum Gasthof Oachkatzl führte, wo unser Mittagessen bereits zubereitet wurde. Nachmittags spielten wir am Wald- und Wasserspielplatz, bauten Staudämme, fischten Kaulquappen und sprangen Trampolin. Die Zeit bis zum Abendessen verging wie im Flug. Gegen 20.30 Uhr trafen wir die Wald- und Erlebnispädagogin Martina, die uns auf einer geheimnisvollen Nachtwanderung begleitete. Bepackt mit Taschenlampen und einem Eimer voll Knacker, Semmeln und Grillkäse ging es, durch den düsteren Wald, zum Lagerplatz. An langen Stöcken grillten wir die mitgebrachten Köstlichkeiten an einer offenen Feuerstelle und lauschten Martinas märchenhaften, mythischen, lustigen und gruseligen Geschichten. Mit zum Teil etwas mulmigem Gefühl traten wir gegen halb zehn den Heimweg an. Im Schein der Taschenlampen tappten wir durch den düstern Wald, betrachteten Sternbilder und erschreckten Fledermäuse (oder sie uns).

Bei gemeinsamen Erkundungstouren in den folgenden Tagen standen Spiel, Spaß und Begeisterung im Vordergrund. Vertrauensspiele, Wahrnehmungsübungen, Überlebenstraining (Schutzhütte bauen, Feuer machen...), Klettern... wurden zum einmaligen Natur- und Gemeinschaftserlebnis. Die drei Tage bleiben uns allen unvergesslich.

Die Klasse 4b erkundet die Veste Oberhaus


Auf der Veste Oberhaus


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4 Kinder der Klasse 4b berichten über ihre Erlebnisse auf dem Ausflug nach Passau:

 

Kilian erzählt:

Am Freitag, den 19. Juni 2009 waren wir, die Klasse 4b, auf der Veste Oberhaus.

Über den Ludwigsteig gingen wir vom Niederhaus hinauf zum Oberhaus. Manchen ging schon nach den ersten der über 200 Stufen fast die Puste aus. Schließlich erreichten wir aber doch alle über die Brücke den Burghof, wo uns unsere Führerin schon erwartete. Die Führung war sehr interessant, denn wir lernten viel, durften aber auch viel selbst ausprobieren. So versuchten wir wie ein mittelalterlicher Zimmermann, Löcher in Balken zu bohren; das war gar nicht einfach. In einem Raum konnten wir sogar spüren, wie es sich auf einer mittelalterlichen Burg lebte: Es war sehr kühl, stickig und düster. Danach zeigte uns die Führerin, wieso es heute keine Ritter mehr gibt. Wegen der Erfindung von Kanonen und Schießpulver, die die Mauern einer Burg sehr leicht zerstören konnten, hatten Ritter zu Pferd mit Lanzen keine Chance mehr. Zu dieser Zeit wurde auch Oberhaus umgebaut und die Mauern dicker gemacht. Deshalb heißt es heute „Veste“.

Anschließend schauten wir uns die Fresken in der Georgskapelle genau an, denn wir wollten selbst noch welche herstellen. In der Werkstatt bereiteten wir alles vor. Jeder bekam ein Häufchen Gips auf eine Platte, das man dann gleichmäßig verstreichen musste. Doch leider merkten wir sehr bald, dass die Führerin den falschen Gips genommen hatte, denn er trocknet erst nach einer Stunde. So mussten wir nochmal von vorne anfangen. Ich war froh darüber, denn mein erster Versuch war nicht so gut gelungen. Danach schaffte ich es viel besser und mein Fresko wurde sehr schön. Beim Fresko musste man auf den feuchten Gips Farbe, die erst aus Pigmenten angerührt wurde, verteilen. Das Motiv durften wir frei wählen. Man muss sehr schnell arbeiten, damit der Gips noch feucht ist, wenn man die Farbe mit dem Pinsel aufträgt.

Weil es so stark regnete, holte uns der Bus oben auf der Burg ab. Stolz fuhr jeder mit seinem Kunstwerk nach Hause.

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Die Donauinsel mit allen Sinnen erleben

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Hatte die Schule im Rahmen des Jahresthemas:“ Unsere Heimat erleben“ zuvor den Schwerpunkt auf geschichtliche und geographische Aspekte gelegt, so durften die Kinder beider Schulorte, Windorf und Otterskirchen, unter der Führung von Frau Rosi Schütz, die mit dem Haus am Strom kooperiert, die Donauinsel in Windorf unter naturkundlichem Inhalt mit allen Sinnen wahrnehmen. Sie erfuhren dabei, dass sie mit 2,6 km die längste Insel Deutschlands ist. Auch lernten die Schüler dabei auf anschauliche Weise in verschiedenen Stationen die besondere Vegetation des Auwaldes kennen. Sie unterschieden auf ihrem Rundweg verschiedene Bäume, wie die Ulme, die vom Aussterben bedroht ist, die Espe, die Silberweide, die Schwarzerle und die Schwarzpappel, von der Frau Schütz berichtete, dass diese der Lieblingsbaum der Kaiserin Sissi war. Sie benutzte deren Samen als Füllstoff für ihre Kopfkissen. Besonders bewunderten die „Expediteure“ die gelbe Farbe der Teichrose und des Gelbweiderichs, dessen Farbstoff früher für das Färben von Stoffen verwendet wurde. Mit verbundenen Augen erfühlten sie die unterschiedliche Rinde von Birke, Pappel und Esche. An der „Hörstation“ nahmen die Kinder das Quaken der Frösche und das Knacksen der Bruch- oder Knackweide wahr. Auch die Kräuterkunde kam nicht zu kurz: Den auf der Donauinsel wachsenden Beinwell legte man zur Linderung auf Wunden. Bei Fieber trank man den Tee von Mädesüß. Zwischendurch durften die Kinder einen, von Frau Schütz selbst gemachten, Holundersaft und Brennnesselhonig kosten. Den Abschluss bildete eine kleine Schatzsuche. Die gefundene Schatztruhe enthielt viele Dinge, welche die kleinen Forscher auf ihrem Weg über die Donauinsel entdeckt und kennen gelernt hatten. Zur Stärkung für den weiten Marsch gab es noch eine gesunde Verpflegung in Form von Frischkäsebroten mit Brennnesselsamen.

 

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Die Tore des Rathsmannsdorfer Schlosses öffnen sich für die Kinder der GS Windorf

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Ein ganz einmaliges Ereignis erwartete die Schüler der 3.und 4. Klassen der GS Windorf und Otterskirchen. Die Tore der Schlossanlage in Raths-mannsdorf, die zu weiten Teilen zum Privatbesitz des Grafen Christoph von Preysing gehört, wurden extra für die Schulkinder geöffnet. Möglich gemacht hatte dies Herr Erich Rossa, der auf Anfrage des Elternbeirates die Erlaubnis zum Eintritt in das „Dornröschenschloss“ eingeholt hat. Die Kinder waren von der Größe der Anlage beeindruckt und konnten verschiedene Gebäudekomplexe wie eine Stallanalge aus dem 16.Jhd., die Kernburg und das „Ruffin“-Schlössl ausmachen. Da Herr Rossa aus gesundheitlichen Gründen leider nicht anwesend sein konnte, übernahm die Führung durch das Gelände Konrektorin Frau Antonia Kammerer. Die Kinder erfuhren, dass die Kernburg, deren Zugang aus privatrechtlichen Gründen heute versperrt ist, vermutlich im 9.oder 10. Jhd während der Ungarneinfälle errichtet wurde. Im 16. Jhd. baute Fürstbischof Urban von Trenbach, dessen Wappen die Kinder an der Stallmauer entdecken konnten, die Burg in ein prächtiges Renaissanceschloss um. Anhand von Fotos konnten sich die Schüler ein Bild davon machen: Dreigeschossige Arkgadengänge im Innenhof und die mit wunderschönen Bildern ausgemalte Schlosskapelle zeugten von seiner damaligen Pracht. Nach der Säkularisation gelangte die Burg in Privatbesitz und verfällt durch falsche Nutzung und mangelnde Sanierungsmaßnahmen mehr und mehr. Große Begeisterung rief bei den Kindern der Umstand hervor, einen Blick in das 1859 aus Resten eines Gebäudes aus dem 16.Jhd erbauten Ruffin-Schlössl werfen zu dürfen. Die Schüler fühlten sich wie kleine Grafen und Gräfinnen, als sie sich im Erdgeschoss des Schlösschens umsahen. Auf jeden Fall fanden die Kinder, dass dies ein besonderer, ein einmaliger Unterrichtsvormittag gewesen war.

Otterskirchener Grundschüler lernen ihre Heimat näher kennen

Otterskirchen: Das an der Volksschule Windorf für dieses Schuljahr eingeführte Jahresthema: „Unsere Heimat erleben“ erfuhr nach Archäologenvortrag und Kapellen- und Marterlführung einen weiteren Höhepunkt am Schulort Otterskirchen:

Sinzinger Otterskirchen

Die Kinder der 2. bis 4. Klasse konnten ein ganz besonderes „Schmankerl“ genießen: Zusammen mit dem alteingesessenen Otterskirchener Herrn Alois Sinzinger zeigte Konrektorin Antonia Kammerer den wissbegierigen Schülern Dias alter Gebäude und Aufnahmen aus der Umgebung von Otterskirchen. Herr Sinzinger, der sich gern mit seiner Heimat beschäftigt und Bilder aus der Region sammelt, stellte seinen Fundus bereitwillig zur Verfügung und ermöglichte es, dass den Kindern dieser Schatz aus der Heimat vorgeführt werden konnte. Als „Experte“ seines Heimatraumes brachte Herr Sinzinger sein reichhaltiges Wissen ein und die Schüler konnten viel Neues, oder besser gesagt „Altes“, aus ihrer Schulumgebung erfahren. Anhand historischer Ansichten aus Otterskirchen entdeckten sie, dass es früher viel weniger Häuser gab als heute. Auch waren die Straßen und Wege damals nicht geteert. Keine Autos fuhren durch den Ort. Man ging zu Fuß und nur reiche Bauern konnten sich eine Pferdekutsche leisten. Pferde, nicht wie heute Autos oder Traktoren, waren der Stolz der Bauern und auf vielen Fotos waren daher die Pferde mit auf dem Bild zu sehen. In Erstaunen versetzten die Kinder auch die Abbildungen alter Bauernhöfe. Erst beim näheren Betrachten wurden ihnen bewusst, dass die Häuser damals nur im Erdgeschoss aus Stein, alle weiteren Stockwerke aus Holz gebaut waren, das es rund um Otterskirchen in Fülle gab. Sehr überrascht zeigten sie sich darüber, dass zum Beispiel das Geieranwesen in Krailing, welches heute noch steht, schon um 1642 erbaut wurde. Herr Sinzinger berichtete, als Bub oft ein Gast in diesem Haus, das eine Raumhöhe der Stube von 1,80 m aufwies, gewesen zu sein. Dies rühre aber nicht unbedingt daher, dass die Menschen damals kleiner waren, sondern heiztechnische Gründe dahinter steckten. Interesse fanden auch die auf den Bildern zu sehenden alten Arbeitsgeräte wie Heukarren, Dengelstuhl oder das Zeidl-geschirr. Trotz der Fülle an Dias und Informationen blieben die Schüler bis zum Schluss aufmerksam und bedankten sich bei Herrn Sinzinger für seine Mühen mit einem kräftigen Applaus.