Die Tore des Rathsmannsdorfer Schlosses öffnen sich für die Kinder der GS Windorf

Ein ganz einmaliges Ereignis erwartete die Schüler der 3.und 4. Klassen der GS Windorf und Otterskirchen. Die Tore der Schlossanlage in Raths-mannsdorf, die zu weiten Teilen zum Privatbesitz des Grafen Christoph von Preysing gehört, wurden extra für die Schulkinder geöffnet. Möglich gemacht hatte dies Herr Erich Rossa, der auf Anfrage des Elternbeirates die Erlaubnis zum Eintritt in das „Dornröschenschloss“ eingeholt hat. Die Kinder waren von der Größe der Anlage beeindruckt und konnten verschiedene Gebäudekomplexe wie eine Stallanalge aus dem 16.Jhd., die Kernburg und das „Ruffin“-Schlössl ausmachen. Da Herr Rossa aus gesundheitlichen Gründen leider nicht anwesend sein konnte, übernahm die Führung durch das Gelände Konrektorin Frau Antonia Kammerer. Die Kinder erfuhren, dass die Kernburg, deren Zugang aus privatrechtlichen Gründen heute versperrt ist, vermutlich im 9.oder 10. Jhd während der Ungarneinfälle errichtet wurde. Im 16. Jhd. baute Fürstbischof Urban von Trenbach, dessen Wappen die Kinder an der Stallmauer entdecken konnten, die Burg in ein prächtiges Renaissanceschloss um. Anhand von Fotos konnten sich die Schüler ein Bild davon machen: Dreigeschossige Arkgadengänge im Innenhof und die mit wunderschönen Bildern ausgemalte Schlosskapelle zeugten von seiner damaligen Pracht. Nach der Säkularisation gelangte die Burg in Privatbesitz und verfällt durch falsche Nutzung und mangelnde Sanierungsmaßnahmen mehr und mehr. Große Begeisterung rief bei den Kindern der Umstand hervor, einen Blick in das 1859 aus Resten eines Gebäudes aus dem 16.Jhd erbauten Ruffin-Schlössl werfen zu dürfen. Die Schüler fühlten sich wie kleine Grafen und Gräfinnen, als sie sich im Erdgeschoss des Schlösschens umsahen. Auf jeden Fall fanden die Kinder, dass dies ein besonderer, ein einmaliger Unterrichtsvormittag gewesen war.



